Quick Answer: Ein Saugroboter, der 2026 käuflich zu haben ist, kann keine Treppen steigen — daran ändern auch die vielversprechenden Prototypen auf CES 2026 und IFA 2025 nichts, denn die sind noch nicht im Handel. Was heute wirklich zählt, ist eine zuverlässige Absturzsicherung (Klippensensoren) direkt vor der Treppe und eine klare Strategie für mehrere Etagen: entweder ein Modell mit Mehr-Etagen-Kartierung, das du selbst nach oben trägst, oder pro Stockwerk ein eigenes, günstigeres Gerät. Für Ersteres eignet sich der Roborock Saros 10R (ab ca. 753 €), für Zweiteres reicht bereits der eufy C10 (ab ca. 199 €) pro Etage.
Warum “treppensteigende” Saugroboter noch Zukunftsmusik sind
Die Suche nach “Saugroboter für Treppen” führt viele Käufer zu einer falschen Erwartung: dass es bereits Geräte gibt, die selbstständig Stufe für Stufe hochfahren. Laut Fachportalen ist das (Stand Februar 2026) noch nicht der Fall — aktuell kann man keinen Saugroboter kaufen, der Treppen sicher und effektiv erklimmt. Was es gibt, sind vielversprechende Konzepte, die auf der CES 2026 und der IFA 2025 vorgestellt wurden:
- Roborock Saros Rover — Rad-Bein-Hybridarchitektur, auf der CES 2026 als Konzept gezeigt, soll laut Hersteller vier Stufen in unter einer Minute schaffen und dabei sogar reinigen.
- Dreame Cyber X — externe Raupeneinheit für Stufenhöhen bis 25 cm, zwei 6.400-mAh-Akkus für bis zu fünf Etagen ohne Nachladen, Prototyp mit geplantem Marktstart 2026.
- eufy MarsWalker — externes Raupenplattform mit vier Armen, auf der IFA 2025 präsentiert, Marktstart 2026 angekündigt, kompatibel mit dem eufy S2 Omni.
- MOVA Zeus 60 — Hebeplattform mit ausfahrbaren Füßen, ebenfalls bis 25 cm Stufenhöhe, benötigt aber über zwei Minuten für vier Stufen.
Keines dieser Systeme ist aktuell bestellbar, und Preise sind bislang nicht bekannt. Für 2026 heißt das: Plane realistisch mit einem Roboter, der auf einer Ebene bleibt — und löse das Mehr-Etagen-Problem anders.
Die besten Lösungen für Haushalte mit Treppe
| Modell | Strategie | Absturzsicherung | Etagen-Karten | Preis |
|---|---|---|---|---|
| Roborock Saros 10R | Ein Gerät, selbst tragen | LiDAR + Kamera-Klippensensoren | Mehrere Karten speicherbar | ab ca. 753 € |
| Roborock Q Revo | Ein Gerät, selbst tragen | Klippensensoren | Mehrere Karten speicherbar | ab ca. 399 € |
| eufy C10 | Ein Gerät pro Etage | Klippensensoren | Eine Karte je Gerät | ab ca. 199 € |
| Dreame X50 Ultra | Ein Gerät, selbst tragen | ProLeap-Sensorik + Klippensensoren | Mehrere Karten speicherbar | ca. 750-800 € |
Strategie 1: Ein Roboter, mehrere Etagenkarten
Die meisten aktuellen Mittelklasse- und Premium-Modelle können mehrere Grundrisse dauerhaft speichern — du saugst im Erdgeschoss, trägst den Roboter samt Basisstation (oder nur den Roboter, wenn du zwei Stationen hast) ins Obergeschoss, und die App erkennt automatisch, welche Etagenkarte gerade gilt. Das spart die Anschaffung eines zweiten Geräts, kostet dich aber die Trage-Arbeit selbst.
Roborock Saros 10R
- LiDAR-Navigation kombiniert mit Kamera-gestützter Hinderniserkennung erkennt Treppenabsätze zuverlässig.
- Speichert mehrere Etagenkarten dauerhaft, ideal zum Tragen zwischen den Stockwerken.
- Ausführlicher Test: Roborock Saros 10R Test.
Wer nicht ganz so viel ausgeben will, findet mit dem Roborock Q Revo eine solide Alternative: Auch er speichert mehrere Etagenkarten und bringt zuverlässige Klippensensoren mit, ausführlich getestet im Roborock Q Revo Test.
Strategie 2: Pro Etage ein eigenes, günstiges Gerät
Wenn dir das Tragen zu lästig ist oder mehrere Familienmitglieder gleichzeitig auf verschiedenen Etagen saugen wollen sollen, lohnt sich oft eher ein zweites, günstigeres Gerät als ein einzelnes Premium-Modell.
eufy C10
- Kompakte Bauhöhe (7,3 cm) passt unter viele Möbel und Sockelleisten.
- Solide Klippensensoren trotz Einstiegspreis.
- Mehr Details im Ratgeber für kleine Wohnungen.
Zwei eufy C10 für zwei Etagen kosten zusammen immer noch deutlich weniger als ein einzelner Saros 10R — dafür verzichtest du auf High-End-Navigation und musst beide Geräte getrennt einrichten und pflegen.
Absturzsicherung: Worauf du wirklich achten solltest
Jeder aktuelle Saugroboter besitzt Klippensensoren an der Unterseite der Front, die per Infrarot Abgründe erkennen und den Roboter stoppen, bevor er die Treppe hinunterfällt. Das Problem in der Praxis: Dunkle Teppiche oder schwarze Bodenbeläge können diese Sensoren täuschen, weil sie das Infrarot-Signal ähnlich schlecht reflektieren wie ein echter Abgrund — der Roboter bremst dann grundlos vor einem harmlosen Teppich. Bei hochwertigeren Modellen wie dem Saros 10R oder dem Dreame X50 Ultra übernimmt zusätzlich eine Kamera die Plausibilitätsprüfung, was Fehlalarme reduziert.
Als zusätzliche Absicherung direkt vor der Treppenstufe helfen zwei Dinge:
- Virtuelle Wand (Gerät): Ein kleiner Sender mit Infrarot-Signal, den du vor die Treppe stellst. Kostet laut Fachhändlern etwa 20 bis 50 €, unabhängig vom Roboter-Modell einsetzbar.
- No-Go-Zone in der App: Bei den meisten 2026er-Modellen zeichnest du nach der ersten Kartierung kostenlos eine Sperrzone direkt vor der Treppenöffnung ein — die zuverlässigste und günstigste Lösung, sofern dein Modell diese Funktion unterstützt.
Fazit
Ein Saugroboter, der die Treppe selbst hochsteigt, ist 2026 noch keine Kaufoption — die vielversprechenden Prototypen von Roborock, Dreame, eufy und Mova sind Konzepte, keine Serienprodukte. Für Haushalte mit Treppe zählt deshalb eine zuverlässige Absturzsicherung plus eine passende Etagen-Strategie: Roborock Saros 10R, wenn du ein Gerät zwischen den Stockwerken tragen willst, oder zwei eufy C10, wenn dir ein Gerät pro Etage lieber ist. Wie du generell die richtigen Kriterien beim Kauf abwägst, steht im Kaufratgeber Saugroboter kaufen. Für Wohnungen ohne Treppenproblematik, aber mit wenig Platz, lohnt sich ein Blick in unseren Ratgeber für kleine Wohnungen. Und falls dein Saugroboter nach ein paar Monaten Ersatzteile braucht, findest du alles Wichtige im Ratgeber Saugroboter Ersatzteile.